**Gemeinsam gegen Abschiebung auf die Straße gehen!** - Demo am Samstag, 11.02.2017 | 13.oo Uhr | Gänseliesel, Göttingen

Aufruf in deutsch, serbisch, farsi, arabisch

Aufruf zur Demo am Samstag, 11.02.2017 | 13.oo Uhr | Gänseliesel, Göttingen:

**Gemeinsam gegen Abschiebung auf die Straße gehen!**

Wir als Bündnis aus Geflüchteten und Unterstützer_innen wollen zusammen mit euch unsere Wut und unseren Protest gegen Sammelabschiebungen nach Afghanistan und generell gegen die menschenverachtende Praxis der Abschiebung auf die Straße bringen. Die rassistischen Gesetze der europäischen Staaten werden Tag für Tag brutaler. Sie haben innerhalb kürzester Zeit milliardenschwere Abkommen mit diktatorischen Staaten auf den Weg gebracht, die für die sogenannte Rücknahme von Geflüchteten sorgen sollen. Das Abkommen mit Afghanistan wurde im vergangenen Oktober beschlossen. Daraufhin wurden im Dezember vergangenen Jahres 34 Menschen nach Afghanistan abgeschoben und am 23. Januar 2017 erneut 26 Menschen. Das waren Menschen hier ein neues Leben und eine Perspektive aufzubauen. Die Behauptung es gäbe sichere Zonen in Afghanistan ist eine Lüge mit verheerenden Folgen für die von Abschiebung Betroffenen. Die NATO ist seit 15 Jahren in Afghanistan anwesend um mit Bomben Demokratie und Freiheit zu schenken. Heute erleben wir wie Afghanistan ein Zentrum faschistoider Banden geworden ist. Vor diesem Hintergrund ist es an Lächerlichkeit nicht zu überbieten, dass selbst der deutsche Innenminister De Maiziere eine schußsichere Weste bei seinen unangekündigten Besuchen in Afghanistan trägt.

**Gestern waren es Roma und Romnja, heute Afghaner_innen, morgen werden es Menschen aus Somalia sein.**

Menschen flüchten aus jenen Ländern, die von den NATO-Staaten seit den 1990er Jahren mit Krieg überzogen werden. Millionen Menschen sterben im Krieg, ihre Lebensgrundlage wird zerstört. Internationale Waffenlieferungen in Konfliktzonen weltweit, besonders durch die deutsche Rüstungsindustrie, tragen zu Armut, Mord, Flucht und Vertreibung bei. In den Krisenländern werden unterschiedliche Gruppen gegeneinander aufgehetzt, eine gegen die andere militärisch aufgerüstet und unterstützt. Nach einem langen Fluchtweg müssen die Geflüchteten nach ihrer Ankunft in Deutschland Rassismus und Chauvinismus erleben von Seiten des Staates, Teilen der Gesellschaft und organisierter Neonazis. Sie finden gemeinsam Wege alle Geflüchtete als Betrüger_innen, Kriminelle oder Vergewaltiger zu beschimpfen. Dabei sind es die Geflüchteten selbst, die Opfer von Brandanschlägen und anderen körperlichen Übergriffen werden, ohne das die Täter_innen dafür zur Rechenschaft gezogen werden, weil das gesellschaftliche Klima eine Legitimation dafür schafft und nicht bei der Verschärfung der bereits ausgrenzenden Gesetze anhält. Nazis und Staat gehen Hand in Hand. Geflüchtete werden in „gut“ und „böse“ gespalten. Die „Guten“ bekommen schnell Integrationsleistungen wie Deutschkurse, den „Bösen“ aber werden die Leistungen gekürzt. Dieser rassistischen Spaltung treten wir gemeinsam entgegen, wir setzen uns ein für eine echte Willkommenskultur, die bedeutet Sicherheit zu schaffen vor rassistischen Gesetzen, Übergriffen und Abschiebung.

*Gemeinsam, zusammen auf die Straße, gegen Abschiebung!*

**Abschiebestopp sofort!**

***Für ein bedingungsloses Bleiberecht für alle!***


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Poziv na demonstraciju 11.02.2017. u 13 časova, Gänseliesl Göttingen

Zajedno protiv deportacije na ulicu!

Mi kao savez izbeglica i podržioca hoćemo zajedno da istaknemo našu bes i naš protest protiv neljudske prakse masovnih deportacija za Avganistan. Rasistički zakoni evropskih država postaju sve brutalniji. Za vrlo kratko vreme su utemeljili sporazum o deportacijama sa diktatorskim zemljama. Sporazum sa Avganistanom je usvojen u oktobru 2016. U decembru iste godine je deportovano 34 osoba, a 23. januara 2017. 26 njih. To su ljudi koji su hteli da izgrade novi život. Tvrdnja da postoji sigurna zona u Avganistanu je laž koja ima katastrofalne posledice za osobe kojima preti deportacija. NATO je tamo prisutan već 15 godina kako bi sa bombama ‚oslobodila‘ državu. Danas možemo videti kako od Afganistana postaje centar za fašističih organizacija. Tako da je maltene smešno da ministar unutrašnjih poslova De Meziere nosi pancir na poseti u toj zemlji.

Juče su bili/e Rom*kinje, danas su Avganistan*ke, sutra će biti ljudi iz Somalije

Ljudi beže iz zemlje, koji bombarduje NATO od 1990tih godina. Milijon ljudi umire u ratovima, drugima se oduzima životna osnova. Trgovina sa oružjem na celom svetu i nemačka ratna industrija prouzrokuju siromaštvo, ubijanje i proterivanje. Etničke grupe postaju neprijatelji i dobijaju militarnu prodršku. Posle dugih puteva bega, ljudi mogu doživeti šovinizam i rasizam sa strane neonacista i drugih delova društva u Nemačkoj. Psuju izbeglice, kažu da siliju i kradu. Izbeglice su ipak žrtve fizičkih napada i paleža. Krivci neće biti pronadjeni jer društvena klima legitimiše zločine. Šta sledi su oštriji zakoni. Nacisti i država čine uniju. Izbeglice su podeljene u ‚dobre‘ i ‚loše’. Dobri dobijaju brzo podrške i kurseve Nemačkog. ‘Loši’ ne dobijaju ništa. Zajedno smo protiv ove rasističke podele. Mi smo za istinitu kulturu dobrodošlice, koja znači sigurnost od napada I deportacija.

Zajedno i skupa idemo na ulicu protiv deportacija!

Stop deportacijama odmah!

Za bezuslovno pravo ostanka svih!