Juni 08 // Spendenaufruf für Familie Sardi
Familie Sardi aus Dransfeld braucht unsere Hilfe
- Seit 1992 in Deutschland und immer noch nur geduldet.
- Die Abschiebung droht noch immer.
- Der Rechtsanwalt wird jetzt tätig - dazu brauchen wir Geld.
Familie Sardi und der Unterstützerkreis bitten dringend um Spenden, damit die Rechtsanwaltskosten bezahlt werden können.
Auch der Flüchtlingsrat Niedersachsen unterstützt die Familie. Für Spenden mit Spendenbescheinigung wählen Sie bitte das Konto:
Flüchtlingsrat Niedersachsen
Konto: 8402306 Postbank Hannover BLZ 250 100 30
Stichwort: Fam. Sardi – Rechtsanwaltskosten
Für Spenden ohne Spendenbescheinigung existiert ein Spendenkonto bei der Sparkasse Hann. Münden
Kontoinhaber: R. Kassner-Daber
Konto: 765636 Sparkasse Hann. Münden Blz. 260 514 50
Stichwort: Fam. Sardi – Rechtsanwaltskosten
Spendenaufruf der Familie Sardi aus Dransfeld
Dransfeld, den 26. 5. 2008
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
- Wir bitten Sie um Ihre Hilfe !
Wir sind ein Ehepaar mit 3 Kindern im Alter von 17, 19 und 22 Jahren. Vor mehr als 15 Jahren sind wir aus unserer Heimat Algerien mit den 3 Kindern geflohen und haben hier in Deutschland um Asyl gebeten und befürchten nun unsere kurzfristige Abschiebung.
Da wir keine Pässe haben und unsere algerische Staatbürgerschaft nicht nachweisen konnten, wurde unser Asylantrag abgelehnt. Seitdem werden wir in Deutschland geduldet, weil wir bei der algerischen Botschaft trotz mehrfacher Vorsprache keine Papiere erhalten haben und unsere algerische Staatsbürgerschaft nicht bestätigt wurde.
Da wir nur geduldet werden, haben wir bisher, trotz wiederholter Anträge, keine Arbeitserlaubnis erhalten, um unseren Lebensunterhalt selbst zu verdienen.
Unsere Familie ist sehr glücklich und dankbar, das wir nun schon eine so lange Zeit in Deutschland leben dürfen.
Doch wir leben seither in ständiger Angst nach Algerien abgeschoben zu werden, weil unsere Aufenthaltsgenehmigung immer nur für 3-6 Monate verlängert wird. Seit Anfang des Jahres hat sich die Sitution verschärft. Uns wurde mündlich die Abschiebung -zur Not auch im Schlafanzug - angedroht und jeder Gang zur Ausländerbehörde ist eine Tortur.
Für mich (Adda) würde die Rückkehr nach Algerien den sicheren Tod bedeuten, da sich die Verhältnisse in Algerien seit unserer Flucht nicht verbessert ,sondern eher noch verschlechtert haben.
Wir haben uns hier in Dransfeld in den vielen Jahren sehr gut eingelebt und viele neue Freunde gewonnen. Für uns und insbesondere für unsere Kinder ist Deutschland Heimat geworden. Unsere Kinder haben in Dransfeld Kindergarten und Schule, in Göttingen weiterführende Schulen, besucht. Kadda unser ältester Sohn durfte für kurze Zeit arbeiten, dann wurde die Arbeitserlaubnis wieder zurückgezogen. Er hat auch schon mehrfach Ausbildungsplätze nachgewiesen, durfte sie aber nie in Anspruch nehemen.
Ähnlich ergeht es unserem Sohn Adbel. Er macht nun, anstelle einer Ausbildung, seinen erweiterten Realschulabschluss an der VHS in Göttingen.
Unsere Tochter Fatima lebt seit ihrem ersten Lebensjahr in Deutschland. Sie geht in Göttingen zur Höheren Handelsschule.
Seit einigen Jahren ist sie zuckerkrank, was bereits zu mehreren Krankenhausaufenthalten geführt hat. Für Fatima wäre die Rückführung nach Algerien nicht nur ein Kulturschock, sondern auch im Hinblick auf ihre medizinische Versorgung eine Katastrophe.
Die aktuelle Ankündigung einer Abschiebung nach Algerien beunruhigt uns sehr, weil eine gefahrlose Rückkehr nach Algerien nicht denkbar ist.
Wir wünschen uns nichts sehnlicher als ein sicheres und friedliches Leben in Deutschland und die Arbeitserlaubnis, damit wir und unsere Kinder eine eigene Existenz aufbauen können.
Wir möchten uns sehr gerne voll in die deutsche Gesellschaft einbringen und sehr gerne durch unsere berufliche und soziale Tätigkeit unsere Dankbarkeit für unseren Aufenthalt in Deutschland zeigen und die sozialen Leistungen, die wir in Anspruch nehmen durften, ausgleichen.
Seit Anfang 2008 unterstützen uns viele Freunde und Bekannte. Es wurden innerhalb kurzer Zeit über 2000 Unterschriften gesammelt und an den Landkreis Göttingen weitergeleitet.
Inzwischen wurde auch ein Rechtsanwalt für uns tätig. Seine weitere Arbeit kostet ca. 3000,00 Euro.
Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns mit einer Spende für die Rechtsanwaltskosten und Ihrer Unterschrift unseren Wunsch und Antrag auf Bleiberecht und Arbeitserlaubnis unterstützen würden.
Wir danken Ihnen ganz herzlich
Fam. Sardi






