Keine Abschiebungen nach Togo

Hunderte von togoischen Flüchtlingen sind unmittelbar von Abschiebung nach Togo bedroht. Das bedeutet Auslieferung an die Schergen des mörderischen Regimes. Schwerpunkt der geplanten Massenabschiebung ist Mecklenburg-Vorpommern. Nach einer Reihe von Protesten spitzte sich die Kampagne zu, nachdem der Regimegegner Alassane Mousbaou und etwas später auch noch Komi Anani Adzrakou in Abschiebehaft genommen wurden. Die beiden begannen einen Hungerstreik. Am 31. Januar 2006 wurde Alassane Moussabou in einer Nacht und Nebel Aktion abgeschoben. Nur mit Hilfe des beherzten Eingreifens von Menschenrechtsorganisationen konnte er der unmittelbaren Verhaftung und der Folter entgehen. Seitdem befindet er sich erneut auf der Flucht. Komi-Anani setzte seinen Hungerstreik auf insgesamt 22 Tage fort, begleitet von zahlreichen Demonstrationen und öffentlichen Appellen.

Infolge der immer breiter werdenden Proteste gegen die Abschiebungen in die Diktatur Togo sah sich die SPD-Fraktion am Montag, den 06.02.06, veranlasst, vorläufig alle Abschiebungen nach Togo auszusetzen. Mecklenburg-Vorpommern werde so lange keine Abschiebungen vornehmen, bis ein neuer Lagebericht vom Auswärtigen Amt erarbeitet sei, erklärte eine Sprecher des Schweriner Innenministeriums.

Aktuelle Infos zur Kampagne gegen die Abschiebungen nach Togo bei
http://thecaravan.org/

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