gazale salame
30.11.06 // PE: Gazale Salame: Innenministerium und LK Hildesheim zeigen gnadenlose Härte
Die Entscheidung des Landkreis Hildesheim, im Schulterschluss mit dem niedersächsischen Innenministerium die vom Richter Schmidt-Vogt vom Verwaltungsgericht Hannover angeregte Familienzusammenführung von Frau Salame zu ihrer Familie in Deutschland abzulehnen, ist ein Schlag ins Gesicht für die am Boden zerstörte Familie und alle Unterstützer/innen.
Viele Hildesheimer haben den neuen Landrat Reiner Wegner deshalb gewählt, weil er vor der Wahl öffentlich einen menschlichen Umgang mit Flüchtlingen versprochen hat. Von diesem Versprechen ist in der Presseerklärung des Landkreises absolut nichts mehr zu spüren.
Pressemitteilung des Niedersaächsischen Flüchtlingsrates.
30.11.06 // Pressemitteilung der Hildesheimer Bleiberechtsinitiative
In Bezug auf den Antrag Gazale Salame die Wiedereinreise nach Deutschland zu ermöglichen hat sich nach dem VG Hannover nun auch das Innenministerium geäußert.
Eine Pressemitteilung der Hildesheimer Bleiberechtsinitiative.
6.11.06// Vorentscheidung zur Rückkehr von Gazale Salame!
Seit Wochen wartet Gazale auf die Entscheidung des Eilantrages beim VG Hannover, der ihre Rückkehr ermöglichen soll. Nun ist eine "Vorentscheidung" ergangen: Der Landkreis Hildesheim wird darauf hingewiesen, möglichst bald die Rückkehr Gazales in die Wege zu leiten. Die Pressemitteilung der Hildesheimer Initiative:
In einer Mail an den Flüchtlingsrat und unsere Gruppe, als Unterstützer der Familie Siala Salame, teilte Frau Schäfer mit, daß es nunmehr eine Entscheidung des VG Hannover zu besagtem Eilantrag gibt. Der zuständige Richter, Schmidt-Vogt hat in einer Hinweisverfügung den Landkreis aufgefordert, Gazale Salame und ihren Kindern kurzfristig die Wiedereinreise nach Deutschland zu erlauben und der gesamten Familie eine Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 4 zu erteilen bis das Verfahren abgeschlossen ist.
Gazale Salame - Situation in der Tuerkei
Seit der Abschiebung im Februar 2005 lebt Gazale Salame unter erbaermlichen Bedingungen in der Tuerkei. Nach 16 Jahren in Deutschland wurde sie von ihrer Familie getrennt und mit einem einjaehrigen Sohn und im dritten Monat schwanger abgeschoben. Ende September hat sie in der Türkei ihr Kind bekommen. Alle drei leben in einem Slum nahe der Stadt Izmir. Ohne Auskommen und soziales Umfeld und ohne die Mittel für die dringenden medizinischen Behandlungen. Im Folgenden dokumentiert der Bericht einer IPPNW-Delegation Gazales Situation nach der Geburt des Kindes in der Tuerkei. Ergaenzend die Links zu Hintergruenden der Abschiebung. Unterstuetzt den Kampf fuer die Rueckkehr Gazales!
Bericht der IPPNW-Reise :: (pdf)
Pressemitteilung Arbeitskreis Asyl zur Situation Gazales; 8. Maerz 2005 (pdf)
3.10.05 // Erster IPPNW-Bericht zur Situation Gazales
Wir waren vom 12. bis 15.9.05 in Izmir, wo wir uns als Gäste der Universität über das türkische Gesundheitssystem informierten. Dabei hatten wir Gelegenheit zu den im Folgenden beschriebenen Besuchen:
Als wir telefonisch unseren Besuch ankündigen wollen, ist Frau Salame gerade mit ihrem neugeborenen Sohn zur Untersuchung im Krankenhaus. Sie weiß nicht, ob sie uns sehen will. Bei einem erneuten Telefonat am Abend stimmt sie dann doch zu und wir verabreden uns für den nächsten Tag.
20.8.05 // Panorama-Bericht über die Abschiebung von Gazale
PANORAMA:
Sie haetten von der Abschiebung ganz absehen koennen.
O-Ton Burkard Berndt, Kreisrat Landkreis Hildesheim
Das sehe ich jetzt so nicht.
...
PANORAMA
Heissen Sie die Entscheidung gut, persoenlich?
O-Ton Burkhardt Berndt, Kreisrat Hildesheim, CDU
Also........das,....das kann man so nicht... also, das... Da muten Sie mir jetzt zu viel zu, dazu eine oeffentliche Stellungnahme abzugeben.
Sein Dienstherr, die CDU-Landesregierung in Hannover, verweigert jeden Kommentar.
... soweit ein kurzer Ausschnitt aus der Sendung. der Landkreis Hildesheim hat zuvor durch massiven Druck versucht die Ausstrahlung des Beitrags zu verhindern. Zweimal wurde er kurzfristig aus der Sendung genommen, letztlich aber am 25.8.05 gesendet. ** Mittlerweile ist der Beitrag aus dem Panorama-Archiv verschwunden ! Wir dokumentieren hier das Skript der Sendung als PDF-Datei:
>>>Text als PDF-Datei<<<
14.3.05 // PE: Gazale Salame – Delegation berichtet über Situation in der Türkei
In einem Bericht schildern UnterstützerInnen die derzeitige Situation von Gazale Salame, die vor einem Monat in die Türkei abgeschoben wurde. Die Situation der 24jährigen hat sich seit der Abschiebung massiv verschlechtert. Eine Verbesserung der Situation ist nicht in Sicht. Gazale Salame wurde am 10. Febraur mit ihrer einjährigen Tochter Schamps aus dem Landkreis Hildesheim in die Türkei abgeschoben.
Gazale Salame berichtet über ihre Abschiebung
Gazale berichtet in diesem Text über die Abschiebung aus HJildesheim und die erste Zeit in der Türkei:
"Meine kleine Tochter Schamps lag in meinem Bett und schlief. Dann fingen sie an an die Fenster zu klopfen und mit Taschenlampen überall reinzugucken, sie haben vor der Türe meinen Namen gerufen „Frau Önder!“ ich war im Schlafanzug und musste mich schnell anziehen. Sie haben die ganze Zeit geklopft und hätten fast die Tür zerbrochen. Dann habe ich die Türe aufgemacht. Es waren 5 Polizisten und eine Frau. Sie haben mir gesagt „Sind Sie Frau Önder?“ und ich habe gesagt „Warum?“ und der eine Polizist sagte mir „Weil wir die Anweisung haben, Dich heute in die Türkei zu bringen.“ Er sagte ich solle schnell meine Koffer einpacken. Dann bin ich ausgerastet." ...
11.3.05 // UnterstützerInnen berichten aus der Türkei - einen Monat nach der Abschiebung
Am 10 Februar 2005 wurde die 24jährige Gazle Salame gewaltsam von ihrer Familie im Landkreis Hildesheim getrennt und zusammen mit ihrer einjährigen Tochter Schams in die Türkei abgeschoben. Gazale ist im dritten Monat schwanger, sie hat in der Türkei keine Anknüpfungspunkte, spricht deutsch und arabisch aber kein türkisch. Gazale zählt zur Gruppe der libanesichen Bürgerkriegsflüchtlinge und ist im Alter von sieben Jahren in die BRD eingereist.
Wir sind seit dem 6. März in der Türkei, um uns ein Bild von der Situation von Gazale und ihrer Tochter zu machen. Die unten beschriebene Situation und Gazales akut bedrohliche gesundheitliche Situation hat es notwendig gemacht, dass wir die sie und ihre Tochter nach Antalya gebracht haben, wo sie sich momentan zusammen mit uns aufhalten. Dies ist deshalb möglich, weil wir hier für einige Tage eine Bleibe für sie gefunden haben, die eine kurzzeitige Verbesserung ihrer Situation bedeutet. Gazale und ihre Tochter müssen jedoch in wenigen Tagen zurück, da wir hier keine dauerhafte Perspektive für sie finden können.
8.3.05 // Nach der Abschiebung in die Tuerkei: Situation Gazale Salames verschlechtert sich
Die Situation Gazale Salames hat sich in den vergangenen Tagen massiv verschlechtert. Die 24jaehrige Frau wurde am 10. Februar aus dem Landkreis Hildesheim in die Tuerkei abgeschoben. Seit dem Wochenende 5./6. März sind UnterstuetzerInnen der Familie in der Tuerkei, um direkte Hilfe zu leisten. Am Donnerstag demonstrierten 200 Menschen in Hildesheim gegen die Abschiebung und forderten, dass Gazales Rueckkehr ermoeglicht wird.
Bilder und Bericht: Demonstration nach der Abschiebung von Gazale Salame in Hildesheim!
Am 3. März 2005 demonstrierten 200 Menschen in Hildesheim
gegen die Abschiebung von Gazale Salame in die Türkei.
Gazale war am 10. Februar, der Tag an dem die
Abschiebung von Zahra Kameli in den Iran verhindert
werden konnte, mit einem einjährigen Kind in die
Türkei abgeschoben worden. Gazale zählt zur
Gruppe der libanesischen Bürgerkriegsflüchtlinge,
die seit vier Jahren in Bremen, Göttingen, Northeim
und NRW gegen die Abschiebung in die Türkei kämpfen.
Aufruf: Demonstration zur Ausländerbehörde Hildesheim
Donnerstag 3. März 05, Beginn 14 Uhr am Bahnhof, Hildesheim
Gazales Rückkehr muss ermöglicht werden!
Jürgen Kalmbach, der Chef der Ausländerbehörde, muss gehen!
Keine Abschiebung der libanesischen Bürgerkriegsflüchtlinge!
Wer bleiben will, soll bleiben!




